Euroshop 2026
Handelsmesse verbucht hohe Besucherqualität
„Die Euroshop 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Handel in seine Zukunft investiert – strategisch, technologiegetrieben und zugleich mit klarem Fokus auf Effizienz und Kundenerlebnis“, resümiert Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Zum bereits 23. Mal fand die internationale Fachmesse für die Retail-Branche Mitte Februar in Düsseldorf statt und verzeichnete an fünf Messetagen insgesamt über 81.000 Fachbesucher aus 141 Ländern. Auch die rund 1.840 Aussteller aus 61 Nationen unterstrichen dabei den internationalen Stellenwert der Veranstaltung und ihren Anspruch als „Global Retail Festival“, teilt der Veranstalter im Abschlussbericht mit.
Hohe Entscheidungskompetenz bei Fachbesuchern
Die Stimmung der Aussteller während der Messe sei demzufolge ebenfalls „insgesamt sehr gut“ gewesen. Gelobt wurde neben der Internationalität vor allem auch die hohe Entscheidungskompetenz der Fachbesucher, heißt es in der Mitteilung weiter. Das bestätigt unter anderem Bernd Renzhofer, CSO bei Wanzl: „Wir durften Partner und Kunden aus der ganzen Welt zu qualitativ hochwertigen Gesprächen an unserem Stand begrüßen. Die Euroshop hat uns bestätigt, dass wir mit unserem Anspruch, als ganzheitlicher Lösungsanbieter neue ‚Shopportunities‘ zu schaffen, die richtigen Impulse setzen.“
René Schiller, Global Head of Marketing & Communications, GK Software SE, ergänzt: „Wie schon in den vergangenen Jahren hat die Euroshop auch 2026 eindrucksvoll bestätigt, warum sie die führende Messe für die internationale Retail-Branche bleibt: Ein Ort, der die wichtigsten Akteure zusammenbringt und Raum für inspirierende Gespräche in einem dynamischen, zukunftsorientierten Umfeld bietet.“ Bemerkenswert auffällig sei darüber hinaus die stark gestiegene Zahl an Gästen aus Skandinavien sowie aus Spanien, Portugal und Italien gewesen – „ein starkes Signal dafür, welche Strahlkraft die Euroshop innerhalb Europas besitzt“, hebt Schiller zudem hervor.
Vielfalt des modernen Handels vertreten
In den sieben Dimensionen der Messe spiegelte sich die gesamte Bandbreite des Angebots für den modernen Handel wider: So bewies die größte Dimension „Shopfitting & Store-Design“ mit Ständen und Konzepten, wie sich der klassische Verkaufsraum zu einem multifunktionalen Erlebnis- und Begegnungsort entwickelt. Auch der „Expo&Event“-Bereich sowie die Dimensionen „Lighting und Retail-Marketing“ sprachen das Publikum laut Veranstalter an. In der Dimension „Refrigeration & Energy-Management“ zeigte sich die Relevanz energieeffizienter Technologien, im Bereich Foodservice-Equipment wurden Trends wie Handelsgastronomie und Automatisierung deutlich.
In der vier Hallen umfassenden „Euro-CIS“ wurde darüber hinaus deutlich, dass Technologie zum strategischen Rückgrat des Handels geworden ist. KI-basierte Anwendungen, automatisierte Prozesse und vernetzte Plattformen optimieren Abläufe entlang der gesamten Customer Journey – von der Warensteuerung bis zum Checkout.
KI-basierte Anwendungen und Checkout-Lösungen
Während der Messe habe sich zudem deutlich herauskristallisiert, wo die Fachbesucher ihre Budgets gezielt einsetzten – nämlich dort, „wo Effizienzsteigerung und Kundennutzen zusammenkommen“, berichtet der Veranstalter. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem KI-basierte Anwendungen und Checkout-Lösungen, energieeffiziente Kältetechnik, moderne LED-Lichtsysteme sowie flexible Ladenbaukonzepte.
„Auf der Euroshop werden nicht nur die zentralen Themen des Handels, sondern auch dessen große Wandlungsbereitschaft sichtbar“, erklärt Ulrich Spaan, Geschäftsführer des EHI Retail Institute. Er führt aus: „Der Handel nutzt alle Chancen, seine Zukunft kreativ und aktiv zu gestalten. Dabei dienen beispielsweise KI und digitale Technologien nicht nur der Effizienzsteigerung, sondern auch dazu, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und das Einkaufserlebnis weiter zu verbessern.“
Meike Marquardt, Head of Marketing Europe bei Toshiba Global Commerce Solutions, bestätigt dies angesichts der persönlichen Messeerfahrung: „Besonders gefragt waren an unserem Stand Lösungen, die aktuelle Herausforderungen im Handel konkret adressieren – vor allem sichere Self-Checkout-Konzepte und KI-gestützte Technologien, die Abläufe im Store transparenter und effizienter machen. Viele Gespräche drehten sich darum, wie sich Sicherheit und Kundenerlebnis besser miteinander verbinden lassen.“ Sie sieht für die zukünftige Entwicklung des Handels vor allem einen Trend zu flexiblen und modular kombinierbaren IT-Lösungen.
Gesamtkonzept entscheidend
Diesen Eindruck spiegelt auch Michael Hoffmann, Senior Vice President Sales D-A-CH, Relex Solutions wider: „In Gesprächen am Stand ebenso wie in Vorträgen wurde deutlich, welches Potenzial im Einsatz von KI, KI-Agenten sowie datengetriebener Entscheidungsfindung und Automatisierung liegt. Der Fokus vieler Einzelhändler richtet sich dabei klar auf die konsequente Integration intelligenter Systeme in ihre Planungs- und Steuerungsprozesse.“
Nino Hörttrich, Head of Global Marketing Retail bei Diebold-Nixdorf, bestätigt diesen Eindruck. Er gibt jedoch auch zu bedenken: „Technologisch geht der Trend eindeutig in Richtung des ‚Intelligent Store‘, der antizipiert anstatt reagiert. Für die Händler bleibt es aber entscheidend, dass die Technologie stets als Teil eines Gesamtkonzepts verstanden wird, mit dem sich ihre aktuellen Herausforderungen ganzheitlich angehen lassen.“
Aktuelle Branchenthemen im Rahmenprogramm
Ebenfalls auf großes Interesse der Fachbesucher stieß das Rahmenprogramm der Euroshop. Auf sieben Stages sowie zahlreichen Sonderflächen diskutierten Branchenexperten die drängenden Fragen des Handels. Mit den renommierten Reta-Awards, dem Retail Design Award, dem Exhibitor Magazine‘s Euroshop Award sowie dem Wissenschaftspreis wurden zudem erneut herausragende technologische und gestalterische Leistungen ausgezeichnet.
Die nächste EuroShop findet vom 18. bis 22. Februar 2029 statt.