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 |  Ralf Lang  |  Branchen-News

HKI / DIN

Für die Kennzeichnung von Mehrwegbehältern in der Großküche kommen insbesondere Verfahren der Laserdirektmarkierung sowie Mehrwegetiketten zum Einsatz. Deren Einsatz wird nun in der DIN 18849 geregelt. Foto: Rieber

Digitale Speisenbehälter-Kennzeichnung wird normiert

GastroSpiegel, 08.06.2026 – Für die Kennzeichnung von Speisenbehältern zur digitalen Identifizierung innerhalb von Mehrwegsystemen ist nun die DIN 18849 verfügbar. Dies betrifft den gewerblichen Einsatz in Großküchen der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie.

Mit Ausgabedatum Mai 2026 wurde die DIN 18849 Großküchengeräte – Anforderungen an die Kennzeichnung zur Identifizierung von Speisenbehälter nach DIN EN 631-1:2026-05 veröffentlicht. Dafür hatte der technische Arbeitskreis Edelstahlverarbeitung im Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) einen Normvorschlag für Großkücheneinrichtungen erarbeitet. Dieser wurde als ein neues Projekt in den Normenausschuss Heiz-, Koch- und Wärmgeräte (FNH) beim Deutschen Institut für Normung (DIN) eingebracht und dort von Experten aus Industrie, Prüfinstituten sowie der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe geprüft und verabschiedet.

Digitale Identifizierung

Die neue Fachnorm definiert Anforderungen an die Kennzeichnung von Speisenbehältern nach DIN EN 631-1 zur digitalen Identifizierung innerhalb von Mehrwegsystemen. Sie richtet sich insbesondere an den gewerblichen Einsatz in Großküchen der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Ziel ist es, Transparenz über Bestände und Standorte von Speisenbehältern zu schaffen und deren Einsatz entlang der Prozesskette nachvollziehbar zu machen.

Für die Kennzeichnung kommen insbesondere Verfahren der Laserdirektmarkierung sowie Mehrwegetiketten zum Einsatz. Diese müssen dauerhaft lesbar sein und den im Küchenbetrieb üblichen mechanischen, chemischen und thermischen Belastungen standhalten. Die codierten Informationen basieren auf dem Standard GS1 Digital Link, in den ein Global Returnable Asset Identifier (GRAI) integriert ist. Optional kann dieser durch eine Seriennummer ergänzt werden, um eine eindeutige Identifikation einzelner Behälter zu ermöglichen. Die Bereitstellung der Daten erfolgt in der Regel über einen QR-Code, der eine schnelle Auslesung – etwa per Smartphone – sowie den Zugriff auf weiterführende, strukturierte Informationen erlaubt.

Registrierung erforderlich

Für die systemübergreifende Nutzung ist eine Registrierung erforderlich. Dabei werden standardisierte Identifikationsstrukturen eingesetzt, die eine unternehmensübergreifende Eindeutigkeit gewährleisten. Voraussetzung ist die Registrierung des Herstellers bei einer entsprechenden Vergabestelle, sodass die vergebenen Identifikatoren weltweit eindeutig und über den gesamten Lebenszyklus hinweg nutzbar sind.

Die Anwendung des Systems ermöglicht insbesondere die Rückverfolgbarkeit und das effiziente Management von Speisenbehältern, beispielsweise zwischen Zentral- und Ausgabeküchen. Dadurch lassen sich Bestände, Standorte und Nutzungszyklen transparent erfassen und logistische Prozesse in der Gemeinschaftsverpflegung gezielt optimieren.

Die Kennzeichnung von GS-Behältern innerhalb von Mehrwegsystemen müssen dauerhaft lesbar sein und den im Küchenbetrieb üblichen mechanischen, chemischen und thermischen Belastungen standhalten. Die codierten Informationen basieren auf dem Standard GS1 Digital Link, in den ein Global Returnable Asset Identifier (GRAI) integriert ist. Foto: Rieber