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 |  Ralf Lang  |  Branchen-News

Winterhalter Gastronom

Nach Einschätzung der Winterhalter-Experten wird in der Spülküche der Zukunft die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen – deshalb geht das Unternehmen mit dem neuen Eco-Pilot und KI hier neue Wege. Foto: Winterhalter Gastronom

Spülprozess mit Hilfe von KI optimieren

GastroSpiegel, 20.05.2026 – Durch eine bedarfsgerechte Programmauswahl und mit Unterstützung durch KI will der Spültechnik-Hersteller Winterhalter den Energieverbrauch um bis zu 17 Prozent senken und gleichzeitig CO₂-Emissionen reduzieren.

Viele gastronomische Betriebe nutzen ihre Spülmaschinen unabhängig von tatsächlicher Auslastung im gleichen Standardprogramm, oft mit unnötig hohem Energie- und Wasserverbrauch. Mit Eco-Pilot präsentiert Winterhalter nun eine intelligente Lösung, die genau hier ansetzt: Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erkennt das System wiederkehrende Stoßzeiten und ruhige Phasen. Durch eine bedarfsgerechte Programmauswahl kann der Energieverbrauch um bis zu 17 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig werden CO₂-Emissionen reduziert und wertvolle Ressourcen geschont – ohne Kompromisse bei Hygiene oder Spülergebnis, wie der Hersteller in einer Mitteilung betont.

Spülprozess-Optimierung

„Durch die Analyse von Nutzungsmustern wählt Eco-Pilot automatisch das effizienteste Spülprogramm. Damit haben wir die Möglichkeit, unsere Kunden aktiv bei der Optimierung ihres Spülprozesses zu unterstützen“, erklärt Benjamin Köb, Leiter Digitale Services bei Winterhalter. In ruhigen Phasen nutzt die Maschine das besonders energiesparende ECO-Programm, während sie in Stoßzeiten automatisch auf das zeitsparende Kurzprogramm umschaltet. So werden Energie und Zeit optimal eingesetzt. Durch diese bedarfsgerechte Programmauswahl kann der Energieverbrauch um bis zu 17 Prozent gesenkt werden. Am hygienischen Spülergebnis ändert sich gemäß den Regeln des Sinnerkreises nichts.

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz analysiert der Eco-Pilot permanent den Betrieb der Spülmaschine, erkennt wiederkehrende Muster und wählt auf dieser Basis automatisch das effizienteste Spülprogramm. Grundlage dafür sind historische Daten. Das heißt: Wie oft wurde in der Vergangenheit in welchem Zeitraum gespült? Neben der Historie spielt auch die Zeit vor der Prognose eine große Rolle. Wenn zirka eine Stunde vorher mehr gespült wird als normal, wird das Eco-Programm nicht aktiviert. Auch Wetterprognosen werden vom KI-Modell berücksichtigt.

Kostenlos verfügbar

Das Steuerungstool ist für alle vernetzten Untertischspülmaschinen der UC-Serie sowie Haubenspülmaschinen der PT-Serie kostenlos verfügbar und kann individuell aktiviert oder deaktiviert werden. Grundvoraussetzung für die Nutzung ist die Registrierung der Maschine für Connected Wash. Im Falle der Aktivierung hat das Display eine violette Einfärbung und das AI-Symbol ist zu sehen. Soll der Eco-Pilot nur temporär deaktiviert werden, zum Beispiel aufgrund eines veränderten Spülgutaufkommens, kann der Modus über das Display einfach und schnell pausiert werden.

Nach Einschätzung der Winterhalter-Experten wird in der Spülküche der Zukunft die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen: „Vernetzte Maschinen ermöglichen eine verbesserte Überwachung, Steuerung und Wartung“. Durch die intelligente Auswertung von Daten und den Einsatz moderner Sensorik lassen sich dann Prozesse optimieren, Ressourcen effizienter nutzen und potenzielle Ausfälle frühzeitig erkennen. Das steigere nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Nachhaltigkeit und Betriebssicherheit in professionellen Küchen, heißt es in der Mitteilung.