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 |  Julia Auclair  |  Branchen-News

Retigo / Kiconn ready

Die Combidämpfer-Geräteserie Evolution Max von Retigo ist seit Ende August für die standardisierte Anbindung an das Kiconn-Küchenmanagement-System zertifiziert. Foto: Retigo

Bereit für die vernetzte Großküche

14.09.2026 – Der Großküchentechnik-Hersteller Retigo hat mit einer seiner Geräteserien einen wichtigen Schritt in Richtung digitalisierte Vernetzung gemacht und ist nun offiziell Kiconn ready-zertifiziert.

Die digitale Vernetzung der Küchengeräte ist für moderne Großküchen unerlässlich. Sie ermöglicht Betreibern und Fachplaner durch offene Kommunikationsstandards, Gerätedaten herstellerübergreifend in übergeordnete Systeme einzubinden und damit Prozesse zentral zu erfassen und zu verwalten. Die OPC-UA-Schnittstelle stellt wichtige Geräte- und Betriebsdaten standardisiert zur Verfügung – darunter beispielsweise Betriebsart, Soll- und Ist-Temperatur, Programmzeiten, Geräteinformationen und Türstatus.

Hersteller, die für ihre Küchentechnik diese Schnittstelle bereitstellen, konfigurieren ihre Geräte deshalb nicht nur zukunftssicher, sondern sorgen auch dafür, dass sie mit ihren Produkten im Leistungsverzeichnis (LV) der Fachplaner gelistet bleiben. Denn herstellerneutrale LV-Texte verlangen eine auslesbare Schnittstelle, die beispielsweise durch das Kiconn ready-Zertifikat nachgewiesen wird.

Evolution MAX-Serie erfolgreich auf OPC-UA-Schnittstelle geprüft

Diesen Schritt hat nun Großküchentechnik-Hersteller Retigo vollzogen, dessen Combidämpfer-Geräteserie Evolution Max seit Ende August für die standardisierte Anbindung an das Kiconn-Küchenmanagement-System zertifiziert ist. Im Rahmen der unabhängigen Prüfung durch den Anbieter wurde die OPC-UA-Datenschnittstelle der Combi-Online-Plattform des Herstellers erfolgreich getestet. Dabei wurden alle 18 für Combidämpfer verpflichtenden Datenpunkte als vorhanden und auslesbar bestätigt. Diese Datenpunkte basieren auf der Schnittstellennorm DIN/TS 18898, die von Kiconn mitentwickelt wurde. Jedes Zertifikat trägt eine Nummer mit Datum und nennt die geprüfte Steuerung, sodass eine Nachprüfung jederzeit möglich ist.

In einem zweiten Prüfschritt konnte der Digitalisierungsanbieter darüber hinaus alle 18 Pflichtdatenpunkte direkt in das eigene Datenmodell übernehmen. Damit ist die Integration der geprüften Retigo-Gerätegruppe in die Kiconn-Plattform ohne individuellen Programmieraufwand für ein Interface möglich, berichtet der Hersteller in einer offiziellen Mitteilung. Das Zertifikat KR-2026-RE-022 wurde am 18. August 2026 ausgestellt. Der Prüfbericht weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Zertifizierung auf die Steuerung und Gerätegruppe bezieht und nicht ausschließlich auf das einzelne Prüfgerät, ergänzt Retigo.