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 |  Ralf Lang  |  Top-Themen

Servicekontor 24 / Salt & Pepper

Hermann Kuper, Inhaber von Servicekontor 24 und Salt & Pepper, expandiert mit dem letztgenannten Unternehmen nach Mönchengladbach und Hildesheim. Eine weitere Expansion ist geplant. Foto: Lang

Expansion mit Dienstleistung

Im März hat der Technik-Dienstleister Salt & Pepper einen Service- Standort in Westdeutschland übernommen und baut die Präsenz in Niedersachsen weiter aus. GastroSpiegel sprach mit Inhaber Hermann Kuper, wie die Entwicklung des Dienstleisters und des Schwester­unternehmens Servicekontor 24 weitergeht.

Der unabhängige, deutschland­weit tätige Dienstleister Servicekontor 24 ist fokussiert auf die Bereiche System- und Erlebnis­gastronomie, Catering und Lebensmittelhandel. Für diese Bereiche werden Konzepte für die Instandhaltung und Reparatur von professionellen Küchengeräten entwickelt. Inzwischen werden über 2.000 Filialen mit fast 40.000 Geräten betreut. Zu den Kunden zählen unter anderem Aramark, Starbucks, Subway und Sodexo sowie Airbus und die Deutsche Messe Hannover.

Hermann Kuper, Geschäftsführer Servicekontor, ist sicher, dass dieses Geschäftsmodell weiter Zukunft hat. Der langjährige Branchenkenner erläutert: „Für viele Systemgastronomie-Kunden und Hersteller sowie für unsere Fachhandelspartner ist es wichtig, dass wir zuverlässig Reparaturen, Ersatzteilvertrieb und Garantieabwicklung übernehmen.“ Dabei werden die Reparaturen der ortsveränderlichen Geräte über das Werkstatt-Center von Servicekontor im Rahmen eines RMA-Prozesses organisiert. RMA steht für „Return Merchandise Authorization“ und regelt die strukturierte, schnelle und fehlerlose Rückführung von Waren.

Expansion an den Niederrhein

Seit 2016 betreibt Hermann Kuper auch das Schwesterunternehmen Salt & Pepper. Die Firma bietet professionelle Dienstleistungen von der Reparatur und Wartung gastronomischer Geräte bis zur Bereitstellung hochwertiger Ersatzteile. Nach Angaben des Inhabers ist Salt & Pepper „ein ausführender Arm direkt beim Kunden“. Am Standort in Oldenburg sind aktuell acht eigene Techniker beschäftigt.

Um das stark wachsende Geschäft erfolgreich weiterzuentwickeln, setzt der Unternehmer auf Expansion. So hat der Oldenburger Geschäftsmann zum 1. März im Rahmen einer Nachfolgeregelung das Mönchengladbacher Fachhandels- und Service-Unternehmen Stefans Gastro-Shop übernommen. Die Mitarbeiter bleiben an Bord und werden vom niederrheinischen Standort zahlreiche Kunden in der Region betreuen. Hermann Kuper betont: „Derzeit suchen einige Service-orientierte Gastronomie- und Großküchentechnik-Betriebe Nachfolger, so dass es möglicherweise weitere Zukäufe gibt.“

Niederlassung in Hildesheim

Parallel zur Expansion nach Mönchengladbach wird das Unternehmen auch organisch wachsen und zum Ende des zweiten Quartals eine Niederlassung in Hildesheim eröffnen, um dort mit zwei Technikern zu starten. Kuper gibt dazu die Gründe an: „In der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg haben viele unserer Systemkunden ihre Geschäfte. Daher ist es sinnvoll dort mit eigenen Technikern präsent zu sein.“ Sein mittelfristiges Ziel ist es, weitere Niederlassungen aufzubauen. „Als nächstes möchte ich in der Metropolregion Berlin/Brandenburg eine Niederlassung entwickeln“, erläutert Kuper. Der Unternehmer will langfristig auf einer Linie nördlich vom Niederrhein und Ruhgebiet über Nordhessen bis Berlin/Brandenburg eine Serviceflotte mit 30 bis 35 eigenen Technikern aufbauen.

Enge Fachhandels­kooperation

Hermann Kuper legt großen Wert darauf, dass durch die Expansion von Salt & Pepper das Servicekontor-Geschäftsmodell, zu dem auch die Zusammenarbeit mit Fachhändlern und Herstellern zählt, nicht beeinträchtigt wird. Der Unternehmer erläutert dazu: „Servicekontor ist und bleibt ein Servicedienstleister für den bundesweiten Service in der Systemgastronomie, im Catering und im LEH, und wir werden auch weiterhin eng mit unseren Service-Partnern aus dem Fachhandel zusammenarbeiten.“ Mit dem Partner-Netzwerk aus unterschiedlichen Gewerken sorgt das Unternehmen schließlich seit Jahren dafür, dass stets der richtige Techniker für die anfallende Wartung oder Reparatur vor Ort ist – und davon profitiere auch der Fachhandelspartner in der jeweiligen Region, hebt Kuper hervor.

Der Branchenexperte, der im vergangenen Jahr als „Arbeitgeber der Zukunft“ ausgezeichnet wurde, geht mit Blick auf die Zusammenarbeit mit den Partnern noch einen Schritt weiter: „Ich bin überzeugt, dass wir unsere Serviceprozesse zusammen mit unseren Kunden und unseren Fachhandelspartnern immer wieder verbessern müssen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Wir müssen alle jeden Tag ein bisschen besser werden.“